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RinderSchweine

Produktgruppe

Cobactan® 2,5% w/v

Injektionssuspension für Rinder und Schweine - Antiinfektivum (Cefquinom)

Cobactan® 2,5

Zusammensetzung

1 ml Injektionslösung enthält:

Wirkstoff:
Cefquinom (als Sulfat) 25 mg

Anwendungsgebiet(e)

Zur Behandlung von bakteriellen Infektionen bei Rindern und Schweinen, verursacht durch grampositive und gramnegative Cefquinom-empfindliche Erreger:

Rinder:
- Atemwegserkrankung, verursacht durch Pasteurella multocida und Mannheimia haemolytica;
- Dermatitis digitalis, infektiöse Bulbar-Nekrose (Ballenfäule) und akute interdigitale Nekrobazillose (Panaritium);
- akute E. coli-Mastitiden mit gestörtem Allgemeinbefinden.

Kälber:
- E. coli-Septikämie des Kalbes.

Schweine:
- Zur Behandlung von bakteriellen Infektionen der Lunge und der Atemwege, verursacht durch Pasteurella multocida, Haemophilus parasuis, Actinobacillus pleuropneumoniae, Streptococcus suis und andere Cefquinom-empfindliche Erreger.
- Metritis-Mastitis-Agalaktie Syndrom (MMA) unter Beteiligung von E. coli, Staphylococcus spp., Streptococcus spp. und anderen Cefquinom-empfindlichen Erregern.

Ferkel:
- Verringerung der Mortalität bei durch Streptococcus suis verursachten Meningitiden.

Zur Behandlung von:
- Arthritis, verursacht durch Streptococcus spp., E. coli und andere Cefquinom-empfindliche Erreger;
- Epidermitis (leichte oder mäßige Veränderungen), verursacht durch Staphylococcus hyicus.

Gegenanzeigen

Cobactan® 2,5 % Injektionssuspension nicht bei Tieren mit bekannter Überempfindlichkeit gegen β-Laktam-Antibiotika anwenden.
Nicht bei Tieren mit einem Körpergewicht unter 1,25 kg anwenden.
Darf nicht bei Geflügel (einschließlich Eiern) angewendet werden, da die Gefahr der Verbreitung von Antibiotikaresistenzen auf Menschen besteht.

Nebenwirkungen

Nach der Injektion dieses Tierarzneimittels kann es zu lokal umschriebenen Gewebereaktionen kommen. Die Gewebeschädigungen heilen innerhalb von 15 Tagen nach der letzten Injektion dieses Tierarzneimittels ab.
In seltenen Fällen können Überempfindlichkeitsreaktionen gegen Cephalosporine auftreten.

Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, bei Ihrem Tier feststellen, teilen Sie diese Ihrem Tierarzt oder Apotheker mit.

Dosierung für jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung

Tierart

Anwendungsgebiet

Dosierung

Behandlungs-dauer

Rind

bakterielle Infektionen des Respirationstrakts hervorgerufen durch Pasteurella multocida und Mannheimiahaemolytica

1 mg Cefquinom/kg Körpergewicht
(2 ml/50 kg Körpergewicht)

Einmal täglich an 3 bis 5 aufeinander folgenden Tagen

Dermatitis digitalis, infektiöse Bulbar-Nekrose (Ballenfäule) und akute interdigitale Necrobazillose (Panaritium)

Akute E. coli Mastitis mit gestörtem Allgemeinbefinden

1 mg Cefquinom/kg Körpergewicht
(2 ml/50 kg Körpergewicht)

Einmal täglich an 2 aufeinander folgenden Tagen

Kalb

E. coli Septikämie

2 mg Cefquinom/kg Körpergewicht
(4 ml/50 kg Körpergewicht)

Einmal täglich an 3 bis 5 aufeinander folgenden Tagen

Schwein

Respiratorische Erkrankungen

2 mg Cefquinom/kg Körpergewicht
(2 ml/25 kg Körpergewicht)

Einmal täglich an 3 aufeinander folgenden Tagen

MMA

2 mg Cefquinom/kg Körpergewicht
(2 ml/25 kg Körpergewicht)

Einmal täglich an 2 aufeinander folgenden Tagen

Ferkel

Meningitis

Arthritis

Epidermitis

2 mg Cefquinom/kg Körpergewicht
(2 ml/25 kg Körpergewicht)

Einmal täglich an 5 aufeinander folgenden Tagen

Zur intramuskulären Injektion.
Studien haben gezeigt, dass es sich empfiehlt, alle Injektionen an verschiedenen Körperstellen vorzunehmen. Die Injektionsstellen sollten bevorzugt im Nacken- oder Halsbereich liegen. 

Vor Gebrauch gut schütteln!

Hinweise für die richtige Anwendung

Um eine exakte Dosierung zu gewährleisten und Unterdosierungen zu vermeiden, sollte das Körpergewicht so genau wie möglich ermittelt werden.
Das Tierarzneimittel enthält keinen antimikrobiellen Zusatz. Der Stopfen ist vor jeder Entnahme abzuwischen.
Benutzen Sie eine trockene, sterile Nadel und Spritze.
Um das erforderliche Dosierungsvolumen exakt verabreichen zu können, ist eine Spritze mit einer geeigneten Maßeinteilung zu verwenden. Dies ist vor allem für die Injektion kleiner Mengen wichtig, z. B. bei der Behandlung von Ferkeln.
Der Stopfen kann ohne Beeinträchtigung bis zu 25mal durchstochen werden.
Das 50 ml-Behältnis sollte für die Behandlung kleiner Ferkel verwendet werden.
Bei der Behandlung mehrerer Tiere einer Gruppe ist eine Mehrfach-Entnahme-Kanüle zu nehmen.

Wartezeit

Rind:
Essbare Gewebe: 5 Tage
Milch: 24 Stunden

Schwein:
Essbare Gewebe: 3 Tage

Besondere Lagerungshinweise

Arzneimittel unzugänglich für Kinder aufbewahren.
Nicht über + 25 °C lagern. Vor Licht schützen.
Das Arzneimittel nach Ablauf des auf Behältnis und äußerer Umhüllung angegebenen Verfalldatums nicht mehr verwenden.
Haltbarkeit nach erstmaligem Öffnen der Primärverpackung: 28 Tage
Nach dem erstmaligen Öffnen sollte entsprechend der in dieser Packungsbeilage angegebenen Dauer der Haltbarkeit nach Anbruch, das Datum ermittelt werden, zu dem sämtliche Produktreste zu entsorgen sind. Dieses Datum ist auf dem dafür vorgesehenen Leerfeld auf dem Etikett einzutragen.

Besondere Warnhinweise

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung bei Tieren:

Die Anwendung von Cobactan 2,5% kann aufgrund der Verbreitung von Antibiotikaresistenzen eine Gefahr für die öffentliche Gesundheit darstellen. 

Cobactan 2,5%sollteder Behandlung klinischer Erkrankungen vorbehalten bleiben, die auf eine Erstlinientherapie unzureichend angesprochen haben bzw. bei denen mit einem unzureichenden Ansprechen zu rechnen ist.Bei der Anwendung des Arzneimittels sind die offiziellenund regionalen Richtlinien für Antibiotika zu beachten. Eine verstärkte Anwendung, insbesondere eine von den Vorgaben abweichende Anwendung des Tierarzneimittels, kann die PrävalenzvonResistenzen erhöhen. Cobactan 2,5% sollte möglichst nur nach erfolgter Empfindlichkeitsprüfung angewendet werden. 

Cobactan 2,5% ist für die Behandlung von einzelnen Tieren bestimmt. Es darf nicht zur Krankheitsprophylaxe oder im Rahmen von Programmen zur Verbesserung der Bestandsgesundheit angewendet werden. Die Behandlung von Gruppen von Tieren sollte streng auf grassierende Krankheitsausbrüche gemäß den genehmigten Anwendungsbedingungen beschränkt werden.

Warnhinweise für den Anwender:
1. Vermeiden Sie den Umgang mit diesem Tierarzneimittel wenn Sie bekanntermaßen überempfindlich reagieren, oder wenn Sie angewiesen wurden, nicht mit solchen Präparaten zu arbeiten. 
2. Gehen Sie mit diesem Tierarzneimittel sehr vorsichtig um, um Kontakt zu vermeiden, treffen Sie alle empfohlenen Sicherheitsmaßnahmen. 
3. Sollten nach Kontakt Symptome wie Hautausschlag auftreten, sollten Sie ärztlichen Rat in Anspruch nehmen und dem Arzt diesen Warnhinweis vorlegen. Anschwellen des Gesichtes, der Lippen oder der Augenlider oder Atembeschwerden sind ernster zu nehmen und bedürfen einer sofortigen ärztlichen Versorgung.
4. Cephalosporine können nach Injektion, Inhalation, oraler Aufnahme oder Hautkontakt zu Hypersensitivität (Allergie) führen. Eine Überempfindlichkeit gegen Penicilline kann zu einer Kreuzallergie gegen Cephalosporine führen und umgekehrt. Allergische Reaktionen gegen diese Substanzen können gelegentlich schwerwiegend sein.

Anwendung während der Trächtigkeit, Laktation oder der Legeperiode:
Es gibt keine Daten, die eine toxische Wirkung auf die Reproduktionsfähigkeit von Rindern oder Schweinen zeigen. In reproduktionstoxikologischen Untersuchungen bei Labortieren hat Cefquinom keine Anzeichen für einen teratogenen oder nachteiligen Einfluss auf die Reproduktionsfähigkeit gezeigt.
Nur nach entsprechender Nutzen-Risikobewertung durch den verantwortlichen Tierarzt einsetzen.

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und andere Wechselwirkungen:
Es ist bekannt, dass für Cephalosporin- empfindliche Bakterien eine Kreuzsensitivität gegenüber verschiedenen Cephalosporinen besteht.
Wegen unerwünschter pharmakodynamischer Wechselwirkungen soll Cefquinom nicht gleichzeitig mit bakteriostatisch wirkenden Arzneimitteln angewendet werden.

Überdosierung (Symptome, Notfallmaßnahmen, Gegenmittel), falls erforderlich:
Überdosierungen von 20 mg/kg Körpergewicht und Tag bei Rindern und 10 mg/kg Körpergewicht und Tag bei Schweinen und Ferkeln wurden gut vertragen.

Inkompatibilitäten:
Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Tierarzneimittel nicht mit anderen Tierarzneimitteln gemischt werden.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Entsorgung von nicht verwendetem Arzneimittel oder von Abfallmaterialien, sofern erforderlich

Nicht aufgebrauchte Tierarzneimittel sind vorzugsweise bei Schadstoffsammelstellen abzugeben.
Bei gemeinsamer Entsorgung mit dem Hausmüll ist sicherzustellen, dass kein missbräuchlicher Zugriff auf diese Abfälle erfolgen kann.
Tierarzneimittel dürfen nicht mit dem Abwasser bzw. über die Kanalisation entsorgt werden.

Handelsformen

Faltschachtel mit 50 ml
Faltschachtel mit 100 ml

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in Verkehr gebracht.

Falls weitere Informationen über das Tierarzneimittel gewünscht werden, setzen Sie sich bitte mit dem örtlichen Vertreter des Zulassungsinhabers in Verbindung.

Stand

April 2012

Weitere Angaben

Angaben für Österreich:

Entsorgungshinweis:
Gemäß Tiergesundheitsdienst-Verordnung i.d.g.F. sind alle Reste von Injektionspräparaten sowie Leergebinde dem behandelnden Tierarzt zurückzugeben.

Rezept- und apothekenpflichtig

Zulassungsnummer: Z.Nr.: 8-00425