Cobactan® 2,5

Cobactan 2,5

Antiinfektivum (Cefquinom), für Rinder und Schweine

Zusammensetzung 
1 ml Injektionssuspension enthält:
Arzneilich wirksamer Bestandteil:
Cefquinomsulfat 29,64 mg
(entsprechend 25 mg Cefquinom)

Anwendungsgebiet(e)
Zur Behandlung von bakteriellen Infektionen bei Rindern und Schweinen, verursacht durch grampositive und gramnegative Cefquinom-empfindliche Erreger:

Rinder:
Atemwegserkrankung, verursacht durch Pasteurella multocida und Mannheimia haemolytica; Dermatitis digitalis, infektiöse Bulbar-Nekrose (Ballenfäule) und akute interdigitale Nekrobazillose (Panaritium); akute E. coli-Mastitiden mit gestörtem Allgemeinbefinden.

Kälber:
E. coli-Septikämie des Kalbes.

Schweine:
Zur Behandlung von bakteriellen Infektionen der Lunge und der Atemwege, verursacht durch Pasteurella multocida, Haemophilus parasuis, Actinobacillus pleuropneumoniae, Streptococcus suis und andere Cefquinom-empfindliche Erreger.

Metritis-Mastitis-Agalaktie Syndrom (MMA) unter Beteiligung von E. coli, Staphylococcus spp., Streptococcus spp. und anderen Cefquinom-empfindlichen Erregern.

Ferkel:
Verringerung der Mortalität bei durch Streptococcus suis verursachten Meningitiden;
Zur Behandlung von:
Arthritis, verursacht durch Streptococcus spp., E. coli und andere Cefquinom-empfindliche Erreger;
Epidermitis (leichte oder mäßige Veränderungen), verursacht durch Staphylococcus hyicus.

Gegenanzeigen
Cobactan® 2,5 % Injektionssuspension nicht bei Tieren mit bekannter Überempfindlichkeit gegen -Laktam-Antibiotika anwenden.
Nicht bei Tieren mit einem Körpergewicht unter 1,25 kg anwenden.

Nebenwirkungen
Nach der Injektion dieses Tierarzneimittels kann es zu lokal umschriebenen Gewebereaktionen kommen. Die Gewebeschädigungen heilen innerhalb von 15 Tagen nach der letzten Injektion dieses Tierarzneimittels ab.
In seltenen Fällen können Überempfindlichkeitsreaktionen gegen Cephalosporine auftreten.

Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, bei Ihrem Tier feststellen, teilen Sie diese Ihrem Tierarzt oder Apotheker mit.
Zieltierart(en)
Rind und Schwein 

Dosierung für jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung

Tierart

Anwendungsgebiet

Dosierung

Behandlungs-dauer

Rind

bakterielle Infektionen des Respirationstrakts hervorgerufen durch Pasteurella multocida und Mannheimiahaemolytica

 

1 mg Cefquinom/kg Körpergewicht
(2 ml/50 kg Körpergewicht)

Einmal täglich an 3 bis 5 aufeinander folgenden Tagen

 

Dermatitis digitalis, infektiöse Bulbar-Nekrose (Ballenfäule) und akute interdigitale Necrobazillose (Panaritium)

 

 

 

 

Akute E. coli Mastitis mit gestörtem Allgemeinbefinden

1 mg Cefquinom/kg Körpergewicht
(2 ml/50 kg Körpergewicht)

Einmal täglich an 2 aufeinander folgenden Tagen

Kalb

E. coliSeptikämie

2 mg Cefquinom/kg Körpergewicht
(4 ml/50 kg Körpergewicht)

Einmal täglich an 3 bis 5 aufeinander folgenden Tagen

Schwein

Respiratorische Erkrankungen

 

2 mg Cefquinom/kg Körpergewicht
(2 ml/25 kg Körpergewicht)

Einmal täglich an 3 aufeinander folgenden Tagen

 

 

MMA

2 mg Cefquinom/kg Körpergewicht
(2 ml/25 kg Körpergewicht)

Einmal täglich an 2 aufeinander folgenden Tagen

 

Ferkel

Meningitis

Arthritis

Epidermitis

2 mg Cefquinom/kg Körpergewicht
(2 ml/25 kg Körpergewicht)

Einmal täglich an 5 aufeinander folgenden Tagen

 

Anwendung während der Trächtigkeit, Laktation oder der Legeperiode
Es gibt keine Daten, die eine toxische Wirkung auf die Reproduktionsfähigkeit von Rindern oder Schweinen zeigen. In reproduktionstoxikologischen Untersuchungen bei Labortieren hat Cefquinom keine Anzeichen für einen teratogenen oder nachteiligen Einfluss auf die Reproduktionsfähigkeit gezeigt.

Nur nach entsprechender Nutzen-Risikobewertung durch den verantwortlichen Tierarzt einsetzen.
Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und andere Wechselwirkungen

Es ist bekannt, dass für Cephalosporin- empfindliche Bakterien eine Kreuzsensitivität gegenüber verschiedenen Cephalosporinen besteht.
Wegen unerwünschter pharmakodynamischer Wechselwirkungen soll Cefquinom nicht gleichzeitig mit bakteriostatisch wirkenden Arzneimitteln angewendet werden.

Überdosierung (Symptome, Notfallmaßnahmen, Gegenmittel), falls erforderlich
Überdosierungen von 20 mg/kg Körpergewicht und Tag bei Rindern und 10 mg/kg Körpergewicht und Tag bei Schweinen und Ferkeln wurden gut vertragen.

Inkompatibilitäten
Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Tierarzneimittel nicht mit anderen Tierarzneimitteln gemischt werden.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Entsorgung von nicht verwendetem Arzneimittel oder von Abfallmaterialien, sofern erforderlich
DE: Nicht aufgebrauchte Tierarzneimittel sind vorzugsweise bei Schadstoffsammelstellen abzugeben. Bei gemeinsamer Entsorgung mit dem Hausmüll ist sicherzustellen, dass kein missbräuchlicher Zugriff auf diese Abfälle erfolgen kann. Tierarzneimittel dürfen nicht mit dem Abwasser bzw. über die Kanalisation entsorgt werden.

AT: Leere Packungen können mit dem Hausmüll entsorgt werden. Bitte bringen Sie abgelaufene oder nicht vollständig entleerte Packungen zu einer Problemstoff-Sammelstelle oder geben Sie diese Ihrem Tierarzt zurück!
Genehmigungsdatum der Packungsbeilage


Weitere Angaben
Packungsgrößen:
Faltschachtel mit 50 ml
Faltschachtel mit 100 ml


Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in Verkehr gebracht.

Falls weitere Informationen über das Tierarzneimittel gewünscht werden, setzen Sie sich bitte mit dem örtlichen Vertreter des Zulassungsinhabers in Verbindung.