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Geflügel

Produktgruppe

Nobilis® ILT

Trockensubstanz zur Herstellung einer Lösung für Hühner - Infektiöse Laryngotrachetitis-Lebendimpfstoff, gefriergetrocknet

Nobilis® ILT

Zusammensetzung

1 Impfstoffdosis enthält:

Arzneilich wirksamer Bestandteil:
Infektiöse Laryngotracheitis-Virus (Stamm Serva),
attenuiert mind. 2,5 log10 EID50*

*EID50 = 50% Embryo-Infektionsdosis: der benötigte Virustiter, um bei 50 % von mit dem Virus geimpften Embryonen eine Infektion hervorzurufen

Wirtssystem: embryonierte SPF-Hühnereier

Anwendungsgebiet(e)

Aktive Immunisierung von Hühnern gegen die Infektiöse Laryngotracheitis (ILT).
Notimpfung von klinisch gesunden Tieren in einem an ILT erkrankten Bestand.

Gegenanzeigen

Klinisch erkrankte oder geschwächte Tiere und solche mit starkem Parasitenbefall sind von der Impfung auszuschließen.
Nicht bei bereits legenden Tieren anwenden.

Nebenwirkungen

Werden Küken vor der 4. Lebenswoche geimpft, können Konjunktivitiden auftreten, die umso stärker in Erscheinung treten, je jünger die Impflinge sind.
Nach Notimpfung von bereits legenden Tieren kann ein leichter Legeleistungsrückgang auftreten.

Falls Sie eine Nebenwirkung bei Ihrem Tier/Ihren Tieren feststellen, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt ist, teilen Sie diese Ihrem Tierarzt oder Apotheker mit.

Dosierung für jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung

1 Impfstoffdosis pro Tier.
Grundsätzlich sollten Hühner zweimalig im Alter von 4 bis 6 Wochen und erneut im Alter von 14 bis 16 Wochen geimpft werden.
Bei hohem Infektionsrisiko können auch Tiere jüngeren Alters geimpft werden, die Wiederholungsimpfung mittels Augentropfen 4 Wochen vor dem erwarteten Legebeginn ist dann jedoch unbedingt angezeigt.

Bei Hühnern entwickelt sich nach Augentropfenimpfung mit Nobilis ILT bereits nach 4 - 5 Tagen eine Immunität, die etwa 14 Tage p. vacc. voll belastbar ist.
Der Impfschutz hält nach korrekt durchgeführtem Impfprogramm etwa ein Jahr.

Wird Nobilis ILT für Notimpfungen eingesetzt, so ist darauf zu achten, dass alle klinisch nicht erkrankten Tiere des Bestandes geimpft werden.
Nur auf diese Weise ist die Übertragung des Feldvirus mit folgenreichen Verlusten zu verhindern.

Werden geimpfte Tiere innerhalb von 14 Tagen p.vacc. mit ungeimpften in Kontakt gebracht, kann das Impfvirus übertragen werden und zu Serokonversion führen.
Bei den Kontakttieren bildet sich jedoch keine belastbare Immunität aus.

Der Impfstoff wird wie folgt zur Impfung vorbereitet:
1000 Impfstoffdosen (bzw. 2500) werden in der entsprechend mitgelieferten Menge Diluent Oculo Nasal wie folgt resuspendiert:
Impfstoff- und Lösungsmittelfläschchen werden geöffnet und mit beiliegendem Verbindungsstück zusammengefügt.
Der Impfstoff ist durch Schütteln vollständig aufzulösen.
Das leere Impfstoff-Fläschchen und das Verbindungsstück werden wieder entfernt, die Plastikflasche mit dem resuspendierten Impfstoff wird mit dem Tropfendosierer versehen.

Jedem Huhn wird ein Tropfen in ein Auge verabreicht.
Der blaue Farbstoff im Lösungsmittel erleichtert dabei wesentlich die Kontrolle der Impfung.

Hinweise für die richtige Anwendung

Aufgrund möglicher Interferenzphänomene sollte bis 2 Wochen p.vacc. von anderen Impfungen mit Lebendimpfstoffen gegen respiratorische Erkrankungen wie Newcastle-Krankheit und Infektiöse Bronchitis abgesehen werden.

Wartezeit

Null Tage

Besondere Lagerungshinweise

Arzneimittel außer Reich- und Sichtweite von Kindern aufbewahren.

Impfstoff: Im Kühlschrank lagern (2 °C – 8 °C). Vor Frost schützen.
Die Glasflaschen im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Lösungsmittel: Das Lösungsmittel kann - getrennt vom Impfstoff - frostfrei, aber nicht über +20 °C gelagert werden.
Haltbarkeit nach Verdünnung oder Rekonstitution gemäß den Anweisungen: 2 Stunden

Das Arzneimittel nach Ablauf des auf Behältnis und äußerer Umhüllung angegebenen Verfalldatums nicht mehr anwenden.

Besondere Warnhinweise

Nur gesunde Tiere impfen.

Lebendvirusimpfstoff, eine Verbreitung des Impfstoffes in der Außenwelt durch Verspritzen oder Verschütten ist zu vermeiden.
Impfstoff nicht mit der menschlichen Schleimhaut in Berührung bringen.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Entsorgung von nicht verwendetem Arzneimittel oder von Abfallmaterialien, sofern erforderlich

Lebendimpfstoff! Angebrochene und leere Flaschen sowie alle verwendeten Utensilien sind sofort zu desinfizieren und anschließend zu sterilisieren bzw. entsprechend den geltenden Vorschriften unschädlich zu beseitigen.

Handelsformen

1000 bez. 10 x 2500 Impfstoffdosen

Stand

Juni 2007

Weitere Angaben

Verschreibungspflichtig

Zul.-Nr. 174a/80