Nobilis® Rismavac
Marek'sche Krankheit-Lebendimpfstoff (Stamm Rispens CVI 988), zellgebunden, tiefgefroren, für Hühner
Lyophilisat zur subkutanen oder intramuskulären Anwendung nach Verdünnung in Diluent Cell Associated
Zusammensetzung
1 Dosis (0,2 ml des zubereiteten Impfstoffes) enthält:
Immunologisch wirksamer Bestandteil:
Hühnerherpesvirus, Stamm CVI 988 mind. 3,0 log10 GKID50*
Wirtssystem: HEF
*Gewebekulturinfektiöse Dosis 50%
Anwendungsgebiete
Aktive Immunisierung klinisch gesunder Eintagsküken gegen die Marek´sche Krankheit (MD).
Gegenanzeigen
Klinisch erkrankte oder geschwächte Tiere sind von der Impfung auszuschließen.
Nebenwirkungen
Keine bekannt
Wechselwirkungen mit anderen Mitteln
Es liegen keine Informationen zur gegenseitigen Verträglichkeit (Kompatibilität) dieses Impfstoffes mit einem anderen vor. Daher ist die Unbedenklichkeit und Wirksamkeit der Anwendung dieses Impfstoffs mit einem anderen (entweder am selben Tag oder zu unterschiedlichen Zeitpunkten verabreicht) nicht nachgewiesen.
Dosierungsanleitung, Art und Dauer der Anwendung
Jedem Küken werden unmittelbar nach dem Schlupf 0,2 ml des zubereiteten Impfstoffes subkutan unter die Nackenhaut oder intramuskulär in die Schenkelmuskulatur injiziert.
Zubereitung des Impfstoffes
1000, 2000, 4000 oder 5000 Impfstoffdosen sind in der entsprechend mitgelieferten Menge Diluent Cell Associated zu verdünnen.
Unter Beachtung der „Besonderen Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender“ unmittelbar vor der Impfung die benötigte Anzahl von Ampullen aus dem Flüssigstickstoffbehälter entnehmen. Den Inhalt der Ampullen zügig (innerhalb von einer Minute) in einem Wasserbad von +20 °C bis +25 °C auftauen. VORSICHT: Ampullen können bei plötzlichen Temperaturveränderungen zerspringen! Ampullen sofort nach dem Auftauen abtrocknen, vorsichtig aufschütteln und am Flaschenhals aufbrechen (Sollbruchstelle). Den Inhalt einer Impfstoffampulle mit einer sterilen Injektionsspritze (5 bzw. 10 ml) mit mittelstarker Kanüle (Ø 1 mm) aufnehmen und sofort mit Diluent Cell Associated in der Spritze verdünnen. WICHTIG: Das Verdünnungsmittel sollte dabei eine Temperatur von +15 °C bis +25 °C aufweisen und langsam aufgezogen werden! Den Inhalt der Spritze langsam und vorsichtig in die Gesamtmenge des Verdünnungsmittels geben und sorgfältig schütteln. Den Vorgang wiederholen, um verbliebene Impfstoffreste aufzunehmen. Nur sauberes, steriles Impfgerät verwenden!
Wartezeit
Null Tage
Warnhinweise
1. Bei der Entnahme der Ampullen aus dem Stickstoffbehälter sind Schutz¬handschuhe und Schutzbrille zu tragen. Die mögliche Gefahr von Erfrierungen an den Fingern und des möglichen Zerspringens einer Ampulle ist zu beachten. Vorsicht Lebendimpfstoff - Augen schützen!
2. Die Impfung von Zier- und Rassegeflügel mit diesem Impfstoff ist nicht vorgesehen und sollte daher unterbleiben.
Aufbewahrungshinweise
Impfstoff: Die Impfstoffampullen sind ohne Unterbrechung in Flüssigstickstoff zu lagern und zu transportieren.
Impfstoff vor Sonnenbestrahlung schützen.
Es ist dringend darauf zu achten, dass die Impfstoffampullen in Flüssigstickstoff gelagert und transportiert werden. Es ist dafür Sorge zu tragen, dass der Behälter jeweils entsprechend aufgefüllt ist. Die Kühlkette darf nie unterbrochen werden, da sonst die Wirksamkeit des Impfstoffes nicht gewährleistet werden kann.
Lösungsmittel: Das Verdünnungsmittel „Diluent Cell Associated“ ist frostfrei, aber nicht über +20 °C zu lagern.
Hinweise und Angaben zur Haltbarkeit des Impfstoffes
Haltbarkeit nach Verdünnung gemäß den Anweisungen: 2 Stunden bei +2 °C bis +8 °C
Das Arzneimittel nach Ablauf des auf Behältnis und äußerer Umhüllung angegebenen Verfalldatums nicht mehr anwenden.
Zur Beachtung
1. Nur soviel Impfstoff zubereiten, wie innerhalb von 2 Stunden verbraucht wird.
2. Während des Impfvorganges ist der Impfstoff wiederholt zu schütteln (u. U. Magnetrührer).
3. Die Impfnadeln sind während des Impfprozesses öfters zu wechseln.
4. Nicht mit einem anderen Impfstoff oder immunologischen Produkt mischen
Handelsformen
1000, 2000 Impfstoffdosen (+Verdünnungsmittel)
Stand der Information: Mai 2008