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Möglichkeiten des hormonellen Managements

Bei der Stute ist es schwierig, den genauen Zeitpunkt der Ovulation und damit den optimalen Zeitpunkt der Belegung oder Besamung zu bestimmen. Dies liegt an der sehr variablen Dauer des Östrus und dem entsprechend variablen Zeitpunkt der Ovulation (Kölle 2003). Selbst durch eine rektale und/oder eine ultrasonografische Untersuchung kann die Ovulation nur in 27 Prozent der Fälle genau vorhergesagt werden (Lindeberg 1992).

Bestimmte Umstände wie Verfügbarkeit von Hengst oder Sperma, Turniereinsatz, die Vermeidung der Ovulation und damit die Belegung am Wochenende sowie andere Managementerwägungen können den Wunsch hervorrufen, durch eine so genannte hormonelle Zyklusbeeinflussung den Zeitpunkt der Ovulation zu terminieren bzw. zu verschieben oder die Rosse von mehreren Stuten zu synchronisieren. Ebenso der Wunsch nach einer frühen Konzeption bzw. nach einer möglichst früh im Jahr gelegenen Geburt des Fohlens können Gründe für eine hormonelle Zyklusbeeinflussung sein (Handler und Aurich 2005). Auf der anderen Seite kommt die Gabe von Hormonen zur Therapie von Fortpflanzungsstörungen bei der Stute zum Einsatz. Generell wird zwischen der Beeinflussung des Sexualzyklus während der Zuchtsaison und während der saisonalen Zyklusruhe unterschieden (Aurich 2005).
Bei der Stute ist die Bestimmung des optimalen Zeitpunktes zur Beeinflussung des Sexualzyklus recht schwierig. Daher muss die Stute auf jeden Fall vorher vom Tierarzt gynäkologisch untersucht werden, um den aktuellen Zyklusstand zu ermitteln (Aurich 2005).

Im folgenden werden die Möglichkeiten und die Indikationen für eine hormonelle Zyklusmanipulation bei der Stute beschrieben.