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Prävalenz bei Legehennen & Eiern

In den Mitgliedstaaten der EU wurden von Herbst 2004 bis Herbst 2005
Grundlagenstudien bei Legehennen zur Erhebung des aktuellen Vorkommens (Prävalenz http://212.87.35.103/intervet/lexikon/index.cfm?lex_id=615) von Salmonellen durchgeführt (EFSA Preliminary Report 2006). Es wurden fünf Kot- und zwei Staubproben aus Herden von Legehennen während der letzten neun Wochen ihrer Produktion entnommen. In die Studienanalysen wurden insgesamt 5.310 Betriebe mit validierten Ergebnissen einbezogen. Es zeigte sich, dass die Käfighaltung mit einem höheren Risiko für eine Positivität verbunden war als die anderen untersuchten Haltungsarten von Legehennen. Im Vergleich zu den anderen Haltungsarten war die Käfighaltung jedoch durch größere Herdengrößen gekennzeichnet. Biologisch-dynamisch gehaltene Herden hatten die kleinste durchschnittliche Größe, während die konventionellen Bodenhaltungs- und Freilandherden von geringer bis mittlerer Größe waren. Daher waren die Käfighaltung und eine größere Herdengröße mit einem höheren Risiko für eine Positivität verbunden (EFSA 2007). Die Salmonellen-Prävalenz für S. enteritidis für Konsumeier liegt bei 0,01 Prozent. Der mittlere Keimgehalt solcher Eier ist mit 10-20 Keimen pro Eiinnerem sehr gering (Emele 2008).

EU

In 30,7 % der Legehennenbetriebe in der EU wurden dabei Salmonellen nachgewiesen. Jedoch war die festgestellte Salmonellen-Prävalenz in den einzelnen Mitgliedsstaaten sehr unterschiedlich und bewegte sich im Bereich von 0 Prozent bis 79,5 Prozent. Insgesamt 20,3 Prozent der Legehennenbetriebe waren positiv für S. enteritidis und/oder S. typhimurium. Die in den einzelnen Mitgliedstaaten beobachtete Betriebsprävalenz von S. enteritidis und/oder S. typhimurium schwankte stark von 0 bis 62,5 Prozent (EFSA Preliminary Report 2006).

Die Salmonellen-Prävalenz, insbesondere von S. enteritidis, übertraf in den meisten Mitgliedsstaaten das erwartete Salmonellenvorkommen. Wahrscheinlich ist die tatsächliche Betriebsprävalenz jedoch noch höher, da für die Studie nur jeweils eine Herde pro Betrieb beprobt worden ist. Dabei waren Staubproben insgesamt doppelt so häufig positiv wie Kotproben (EFSA Preliminary Report 2006).

Deutschland

Den Untersuchungen zufolge kommen in knapp 28,7 Prozent der großen deutschen
Legehennenbetriebe Salmonellen vor (EFSA Preliminary Report 2006). Die Prävalenz
von S. enteritidis und/oder S. typhimurium lag bei 24,3 Prozent.


Nach Ansicht des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) ist die Zahl der Salmonellen-Infektionen insgesamt jedoch rückläufig. Zum Wohle des Verbrauchers muss das Vorkommen von Salmonellen bei Legehennen jedoch konsequent weiter reduziert werden (BfR 2006b).

Nach Blaha (1993) ist der Aufbau von salmonellenfreien Tierbeständen möglich, wenn komplexe Maßnahmen von der Verwendung salmonellenfreien Zuchtmaterials bis hin zur umfassenden Minimierung der Einschleppung von Salmonellen in evtl. immunprophylaktisch zu schützende Bestände in der Lage sind, die Salmonellen unter Quantitäten zu halten, die zum Entstehen von Infektketten ausreichen.