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Begriff

Erläuterung

Abort

Abgang einer nicht lebensfähigen Frucht vor Erreichen der unteren Grenze der physiologischen Tragezeit.

Adjuvanz

Unspezifisch wirksame Substanz, die in Kombination mit Antigenen einen verstärkten, schnelleren und länger anhaltenden Immunisierungseffekt bewirkt. Es spielt besonders bei der Applikation von Totvakzinen und Spaltvakzinen eine große Rolle. Meist handelt es sich dabei um anorganische Kolloide. Der immunstimmulierende Effekt wird durch die langsamere Resorption und die daraus resultierende Verweildauer an der Injektionsstelle begünstigt.

Aerosol

Gemisch aus festen oder/und flüssigen Schwebeteilchen und Luft. In seltenen Fällen dienen auch andere Gase als Träger.

Aminosäuren

Aminocarbonsäuren

Klasse kleiner organischer Verbindungen mit mindestens einer Carboxylgruppe (–COOH) und mindestens einer Aminogruppe (–NH2). Es gibt 23 proteinogene Aminosäuren, die die Bausteine der Proteine sind. Das Spektrum der Klasse der Aminosäuren geht aber weit über diese hinaus. So sind bisher 250 nicht-proteinogene Aminosäuren bekannt, die biologische Funktionen haben.

Antagonist

Gegenspieler

Antigendrift

Langsame, aber häufige Antigenveränderung durch hohe Mutationsrate des Virusgenoms.

Antigenität

Fähigkeit einer Substanz, eine Immunreaktion zu induzieren und spezifisch mit Antikörpern und aktivierten Lymphocyten zu reagieren.

Antigenshift

Sprunghaftes Erscheinen eines neuen Subtyps durch genetische Reassortierung.

Antikörpertiter

Maß für die Konzentration eines Antikörpers, der durch die fortlaufende Verdünnung einer Probe ermittelt wird. Die weitestgehende Verdünnung, bei der noch eine Reaktion nachweisbar ist, wird als Titer angegeben.

Apoptose

Physiologischer und vorprogrammierter Zelltod.

Auskultation

Horchen, Abhorchen, Behorchen der im Körper durch Herz- und Verdauungstätigkeit und anderer Aktivität entstehender Töne mit Hilfe eines Steto- oder Phonendoskops.

Bronchopneumonie

Akute oder chronische Entzündung der Bronchien und Lungenbläschen (Alveolen). Die Ursache sind meist Viren oder Bakterien, seltener handelt es sich um physikalische Einwirkungen. Die Bronchopneumonie entwickelt sich häufig im Anschluss an eine Bronchitis. Bei der Bronchopneumonie ist meist keine klare Begrenzung auf einzelne Lungenlappen erkennbar oder hörbar.

Challenge-Infektion

Belastungsinfektion;
Immunitätstest, bei dem die Belastbarkeit einer Immunität durch eine experimentelle Immunität geprüft wird. Dient dem Nachweis der Wirksamkeit von Impfstoffen und Chargen.
Dazu wird eine Tiergruppe mit dem zu testenden Impfstoff immunisiert. Nach Ausbildung der Immunität wird diese Tiergruppe gemeinsam mit einer unbehandelten Kontrollgruppe dem entsprechenden Pathogen ausgesetzt und die Reaktionen beider Gruppen beobachtet.

Dendritische Zellen

Mit verzweigten Fortsätzen ausgestattete Zellen, die eine Rolle in der Immunabwehr spielen.

Dilatative (Kardio-) Myopathie

Eine Erkrankung des Herzmuskels, die mit einer Erweiterung des Hohlorgans einhergeht.

Enzymelinked immuno sorbent assay

ELISA

Sehr sensitiver Enzym-Immuntest zum Nachweis der Reaktanten: Antikörper, Antigen und Enzym.

Mit Hilfe des ELISA können Proteine, Viren aber auch niedermolekulare Verbindungen wie Hormone, Toxine und Pestizide in einer Probe (Blutserum, Milch, Urin, etc.) nachgewiesen werden. Hierbei macht man sich die Eigenschaft spezifischer Antikörper zu Nutze, die an den nachzuweisenden Stoff (Antigen) binden. Antikörper oder Antigen werden zuvor mit einem Enzym markiert. Die durch das Enzym katalysierte Reaktion dient als Nachweis für das Vorhandensein des Antigens.

Endoplasmatischen Retikulum (ER)

Zellorganell, das aus einem weit verzweigten Membran-Netzwerk aus Röhren und Zisternen besteht. Es wird zwischen einem rauen und glatten ER unterschiedlich. Hier findet die Translation, Proteinfaltung, posttranslationale Modifikationen von Proteinen und Proteintransport von Transmembranproteinen und sekretorischen Proteinen (→ Exozytose) statt. Es ist außerdem ein intrazellulärer Calcium-Speicher, womit ihm eine Schlüsselrolle in der Signalübertragung zukommt. In Muskelzellen ist die Freisetzung von Calcium (dort nennt man das ER Sarkoplasmatisches Retikulum, kurz SR) der Mediator einer Kontraktion.

Endosomen

Vesikuläre Zellorganellen tierischer und pflanzlicher Zellen, die durch Endozytose entstehen.

Endozytose

Form der Stoffaufnahme in die Zelle über eine Einstülpung der Zellmembran mit anschließender Abschnürung des aufgenommenen Materials in Form eines Bläschens (Phagosom).

Enzootie

Infektionskrankheit bei Tieren, die durch eine permanente Aktivität in einem relativ begrenzten Territorium gekennzeichnet ist.

Epidemie

Infektionskrankheit, die zeitlich und territorial begrenzt auftritt und durch eine starke Häufung von Krankheitsfällen gekennzeichnet ist.

Epizootie

Grenzüberschreitende Ausbreitung einer Infektionskrankheit, die gleichzeitig auch in den bereits betroffenen Gebieten fortbesteht.

Expiratorische Dyspnoe

Beim Ausatmen auftretende Atemnot

Feldvirus

Unter natürlichen Bedingungen in der Umwelt vorkommendes Virus.

Genom

Haploider (einfacher) Chromosomensatz mit der Gesamtheit seiner Erbfaktoren.

Grundimmunisierung

Besteht in der Regel aus 1-2(3) Impfungen im Abstand von mehreren Wochen. Dabei entspricht die erste Impfung dem ‚’Priming’’, die zweite der ‚’Booster-Impfung’’. Durch die Grundimmunisierung wird eine belastbare Immunität erzielt, die durch regelmäßige Auffrischimpfungen erhalten werden kann.

Hämagglutinationshemmtest

Bestimmte Bakterien und Viren bilden Hämagglutinine (Stoffe, die die roten Blutkörperchen agglutinieren können). Befinden sich im Untersuchungsmaterial spezifische Antikörper gegen ein Hämagglutinin, so kommt es nach AG Zugabe zu einer AG – AK – Reaktion. Diese wird dadurch sichtbar, dass danach zugegebene Erythrozyten nicht mehr agglutiniert werden. Die Reaktion wird gehemmt.

Hämagglutinin

Für die Erythrozytenagglutination verantwortliche, nicht infektiöse, hitzestabile und formalinresistente Antigenkomponente des Virions zahlreicher Viren. Eine Bakterien besitzen ebenfalls Hämagglutinin.

Hämatopoetische Stammzellen

Blutbildende, pluripotente Zellen, die durch fortwährende Zellteilung in der Lage sind, während der gesamten Lebenszeit Blutzellen in großer Menge herzustellen. Alle reifen Zellen des strömenden Blutes stammen dabei von diesen hochspezialisierten pluripotenten Stammzellen ab. Diese können jedoch auch Ausgangspunkt für andere, reifere und somit spezialisiertere Zellen sein.

Heterogen

verschiedenartig, anders, ungleich

Humorale Immunabwehr

Antikörper vermittelte, erworbene Immunabwehr, die innerhalb der Körperflüssigkeiten stattfindet.

Hydrophil

Wasser liebend, Wasser anziehend

hydrophob

Wasser abstoßend

Immundefizienz

Störung der Abwehrkräfte, wodurch die Immunität negativ beeinflusst wird.

Immunglobuline

Spezielle Gruppe von Proteinen mit spezifischer Antikörperaktivität, die nicht nur im Blutplasma, sondern auch in anderen Sekreten und Körperflüssigkeiten vorkommen.

Immunität

Erworbener Schutz eines Organismus gegen Krankheitserreger, der durch das Vorhandensein spezifischer Antikörper und spezifischer T-Lymphozyten gekennzeichnet ist. Daneben verfügt der Organismus über den unspezifischen, angeborenen Abwehrmechanismus (Resistenz).

Immunogenität

Die spezielle Fähigkeit eines Antigens eine Immunreaktion auszulösen, die zu einer Immunität (auch vorübergehend) führt.

Immunologische Lücke

Zeitintervall zwischen maternalem Schutz und

Impfschutz. Der Organismus verfügt währenddessen noch über

eine Restmenge maternaler Antikörper, die aber mehr schützen, gleichzeitig aber auch die Ausbildung einer Impfimmunität verhindern.

Impfantigen

In Impfstoffen enthaltene Wirkgruppen (Immunogene), die für die Erzeugung einer Immunität notwendig sind.

Inaktivatimpfstoff

Aus nicht vermehrungsfähigen Erregern hergestellter Impfstoff.

Infektion

 

Infektiosität

Fähigkeit eines Erregers, einen Wirt zu infizieren. Sie ist somit abhängig von den Virulenz- und Pathogenitätsfaktoren und damit von der Fähigkeit eines Erregers zur Adhäsion, Invasion und Infektion eines Wirtes.

Inkubationszeit

Zeitspanne zwischen der Ansteckung (Infektion) des Wirts mit dem Erreger und dem Auftreten der ersten klinischen Krankheitserscheinungen. Bei den verschiedenen Infektionskrankheiten unterschiedlich lang (zwischen wenigen Stunden bis mehrere Wochen, in Ausnahmefällen Monate bis Jahre). Sie ist abhängig vom Wirt und seiner Disposition, der spezifischen und unspezifischen Abwehr, Art und Virulenz des Erregers und der Befallsstärke.

Interferon (IFN) –gamma

Interferone (IFN) sind Proteine, die von Zellen im Rahmen einer viralen Infektion oder bei Exposition gegenüber antigenen und mitogenen Reizen gebildet werden. IFN haben antivirale, antiproliferierende und immunmodulierende Wirkungen.

Interleukine

Interleukine sind Glykoproteine, die zur Gruppe der Cytokine gehören. Inzwischen sind 18 verschiedene Ils identifiziert worden. Sie alle besitzen Regulations- und Effektorfunktionen im Immunsystem.

Interstitielle Myokarditis

Die interstitielle Myokarditis ist charakterisiert durch eine Entzündung des zwischen den Herzmuskelzellen befindlichen Gewebes, die von einer Nekrose der Herzmuskelzellen begleitet wird. Die Myokardnekrosen führen in der Folge oft zu einer Herzmuskelerkrankung, die mit einer Erweiterung des Hohlorgans einhergeht (dilatative Kardiomyopathie).

Klonale Proliferation

Zellvermehrung auf Grund einer identischen Zellteilung, die auf eine Ursprungszelle zurückgeht.

Kreuzimmunität

Fähigkeit der Antikörper, neben den homologen Antigenen auch heterologe, ähnliche Strukturen zu binden. Die Intensität der Kreuzreaktivität lässt Rückschlüsse über den immunologischen Verwandtschaftsgrad von Erregern zu.

Lebendimpfstoff

Impfstoff aus vermehrungsfähigen, jedoch abgeschwächten Keimen.

Lysosomen

Zellorganellen in den eukaryotischen Zellen der Tiere. Diese Membranvesikel schnüren sich vom Golgi-Apparat ab und enthalten hydrolytische Enzyme und Phosphatasen. Die Hauptfunktion der Lysosomen besteht darin, körperfremde (z.B. bakterielle und virale) Proteine und Substanzen mittels der in ihnen enthaltenen Enzyme zu verdauen.

Major Histocompatibility Complex (MHC)

Eine Gruppe von Genen bei Wirbeltieren, die Proteine codieren, welche für die Immunerkennung, die Gewebeverträglichkeit (Histokompatibilität) bei Transplantationen und die immunologische Individualität wichtig sind. Die Genprodukte, die MHC-Proteinkomplexe, sind körpereigene Antigene auf der Oberfläche jeder Körperzelle, die immunologische Vorgänge regulieren. Sie kennzeichnen die Zellen als zum Körper gehörig.

Morbus maculosus equorum

Blutfleckenkrankheit der Pferde, Pferdetyphus, Faulfieber.

Es kommt zu immunvermittelten, übrschießenden, entzündlichen Gefäßwandläsionen mit erhöhter Blutungsneigung (hämorrhagische Diatese) , die bis zur Nekrose der betroffenen Gefäße fortschreiten können. Ein ätiologischer Zusammenhang mit einer Streptokokkeninfektion wird angenommen.

Mukoziliäre Clearance

Selbstreinigung der Bronchien. Der Begriff setzt sich aus dem griechischen Mukos (=Schleim), Zilien (=Härchen) und dem englischen Clearance (=Reinigen, Befreien) zusammen. Die Schleimproduktion dient zur Lösung von Fremdpartikeln in den Bronchien, die Zilien dem Abtransport in Richtung Maulhöhle.

Mutante

Durch Mutation (Veränderung des Erbmaterials) aus dem Wildtyp/Standardtyp entstandenes Merkmal eines Individuums.

Mutationsrate

Bei höheren Organismen ist die Mutationsrate der relative Anteil der ‚’Normalgene’’, die innerhalb einer Generation durch Mutanten ersetzt wurden. Bei Bakterien wird die Mutationsrate als Anzahl Mutanten pro Zelle und Teilung ermittelt. Die M. hängt vom Genotyp der Lebewesen und von weiteren inneren sowie äußeren Faktoren ab.

Neuraminidase

N-Acetylneuraminsäure.
Es handelt sich um eine so genannte Glyko-Hydrolase, ein aus 4 identischen glykolisierten Polypeptidmolekülen bestehendes Enzym, das zum Teil in den so genannten Spikes auf der Virushülle von Viren der Familie der Orthomyxoviridae enthalten ist. Es dient an der Zelloberfläche als Rezeptor für die Bindung von Viren an die Wirtszellen.

Nukleokapsid

Innenkörper und Kapsid bilden zusammen das Nukleokapsid, dessen Symmetrie helikal oder ikosaedrisch sein kann.

Oberflächenantigene

Auf Oberflächen von bestimmten Zellen, Viren oder Bakterien lokalisierte Antigenstrukturen, die vom Immunsystem erkannt werden.

Ödem

1. Gewebsschwellung, hervorgerufen durch die Einlagerung von Wasser in das Gewebe bei erhöhtem hydrostatischem Druck (Stauungsödem) oder erniedrigtem onkotischen Druck.
2. Zellödem durch vermehrte Wasseraufnahme nach Membranschäden.

Pandemie

Stark verbreitetes, sich über Länder und Kontinente erstreckendes Auftreten einer Seuche.

Pathogen

krankmachend
Eigenschaft, eine Krankheit hervorzurufen

Phagozytose

Mit amöboider Bewegung einhergehende Aufnahme fester Partikel in das Zellinnere von Phagozyten (Monozyten/Makrophagen, Granulozyten) mit anschließendem intrazelllulärem Abbau. Unverdauliche Substanzen können im Zytoplasma der Phagozyten gespeichert bzw. auf dem Weg der Exozytose wieder ausgeschleust werden.

Plasmazelle

Zellen des Immunsystems, die der Produktion und Sekretion von Antikörpern dienen.

Plastizität

Fähigkeit von Viren, ihre Antigenstruktur durch Antigenshift oder Antigendrift zu ändern. Die Folge sind neue Virusvarianten.

Peyer’sche Plaques

Zusammenhängende Ansammlungen von Lymphfollikeln im hinteren Dünndarmabschnitt (Ileum), die nach dem Schweizer Anatomen Johann Conrad Peyer (1653–1712) benannt sind.

Polymerase-Ketten-Reaktion (PCR)

In-vitro-Methode, um spezifische DNA-Frequenzen zu vervielfältigen.

Populationsimmunität

Die Populationsimmunität gewährleistet, dass ein in die Population eingeführter Krankheitserreger keine genügend große Zahl empfänglicher Tiere findet und die Infektionskette daher nach wenigen Tierpassagen beendet ist.

Postvakzinal

Nach einer Impfung

Proteolyse

Abbau von Proteinen.

Punktmutation

Eine Form der Genmutation, bei der die kleinste Einheit innerhalb eines Gens (Einzelnukleotid) eine zur Mutation führende Veränderung erfährt.

Radial-Hämolyse

In Agarose enthaltene AK präzipitieren im Äquivalenzbereich mit AG, die, in ein Gelloch pipettiert, radial nach außen diffundieren. Der Durchmesser des Präzipitatringes ist proportional der Konzentration der aufgetragenen AG – haltigen Lösung.

Reassortment

Austausch von Genomsegmenten im Rahmen der Antigenshift

Rekombinante Impfstoffe

Impfstoffe, die ein markantes Merkmal (Antigen) eines Erreger enthalten, das mithilfe gentechnischer Methoden ganz selektiv nachgebaut wird. Hierbei wird die DNA des Antigens in Zellen (Bakterien, Hefezellen oder andere eukaryontische Zellen) eingebaut, von den Zellen abgelesen und zur Produktion des Antigens benutzt. Nach Aufreinigung steht dieses Antigen dann als Impfstoff zur Verfügung. Da bei einem solchen Prozess die Erreger nicht mehr als Ganzes vorkommen, sind die Risiken, dass durch den so hergestellten Impfstoff beim Impfling die Erkrankung ausgelöst wird, völlig ausgeräumt.

Replikation

Identische Verdopplung von genetischem Material (RNA oder DNA).
Ermöglicht die identische Weitergabe der genetischen Information von Generation zu Generation. Enzymatischer Prozess, der bei doppelsträngiger DNA in 3 Stufen abläuft: Strangtrennung und Entspiralisierung, Verdoppelung durch gerichtete Verknüpfung der Nukleotide und Wiederherstellung der Doppelstrang-Struktur.

Ribosomen

Protein-RNA-Komplexe, die im Cytoplasma der Zellen vorkommen. Ihre Aufgabe ist es, aus der Sequenzinformation der DNA - vermittelt durch mRNA - Proteine herzustellen. Der Prozess der Umwandlung der in der mRNA gespeicherten Information in eine Abfolge von verknüpften Aminosäuren (Proteinen) wird als Translation (lat. für Übersetzung) bezeichnet. Die Translation der mRNA am Ribosom ist ein zentraler Bestandteil der Proteinbiosynthese.

Sekundär lymphatisches Gewebe

Als sekundär lymphatische Organe bezeichnet man all diejenigen Gewebe, in denen die Immunzellen schließlich aktiv werden. Dazu gehören die Lymphknoten, Mandeln, Milz sowie das lymphatische Gewebe.

Sekundärinfektion

Zweitinfektion
Zusätzliche Ansteckung eines bereits infizierten Organismus mit einem anderen Erreger. Dabei siedeln sich die Sekundärerreger in den durch Primärinfektion vorgeschädigten Organen und Geweben an.

Serologische Kreuzreaktion

Dazu kommt es, wenn Antigene ähnlich Strukturen besitzen, die von den gleichen spezifischen Antikörpern erkannt werden (Antigen-Antikörper-Reaktion).

Spezies

Art, Sorte Typ.

In der Biologie ein Synonym für die Art von Lebewesen, der eine Gruppe von Lebewesen charakterisiert, die so viele unverwechselbare morphologische bzw. physiologische Merkmale gemeinsam haben, dass sie anhand der Kombination dieser Merkmale gegenüber jeder anderen Gruppe von Lebewesen als abgrenzbar gelten.

Speziesbarriere

Von der Spezies ausgehende Erregerbarriere, die einen Wirtswechsel der Erreger verhindert.

Transkription

Erste Stufe der Genexpression, bei der die DNA in RNA umgeschrieben wird.
Zu diesem Zweck wird die genetische Information, die in der DNA vorhanden ist, zunächst in einen komplemänteren RNA-Strang transkribiert. Anschließend folgt die Translation in Protein direkt oder als mRNA. Sowohl bei Pro- als auch bei Eukaryonten ist die Transkription der Punkt an dem die Genexpression kontrolliert wird.

Vektorvakzine

Lebendimpfstoff, der einen Impfstamm (Vektor) enthält, dem auf gentechnischem Wege zusätzliche Antigene anderer Erreger „eingepflanzt“ wurden.

Vesikuläres Atemgeräusch

Physiologisches Atemgeräusch mit Ursprung in den Lungenalveolen. Es ist tief, brausend u. während der Alveolenentfaltung beim Einatmen besonders deutlich hörbar. Es ist verstärkt bei tiefer Atmung u. Bronchitis, abgeschwächt bei Emphysem, Pleuraschwarten.

Virion

Einzelner extrazellulärer Viruspartikel.

Virulenz

Quantitativer Ausdruck für die Menge krankheitsauslösender Faktoren eines bestimmten Mikroorganismus aus einer pathogenen Spezies. Die Virulenz hängt jeweils vom Zusammenspiel verschiedener Faktoren wie Infektionsdosis, Infektionsweg, Kontagiosität, Infektiosität und Toxizität ab.
Anmerkung: Im Sprachgebrauch wird die Virulenz häufig mit der Pathogenität gleichgesetzt.

Zelluläre Immunabwehr

Von den T-Lymphozyten abhängige spezifische Immunität gegen virale, bakterielle und parasitäre Antigene sowie gegen körperfremdes Gewebe.

Zytokine

Substanzen, die als interzelluläre Mediatoren zur Aktivierung von Zellen beitragen (Steuerung der immunologischen Zellkooperation).
Sie werden von zahlreichen immunologisch aktiven Zellen gebildet. Zu dieser Gruppe gehören die Lymphokine, Interleukine, Monokine und Wachstumsfaktoren.

zytopathogen

zellschädigend; einen zellschädigenden Effekt besitzend