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20.09.2019
Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) hat einen Steckbrief mit aktuellen Informationen zur Beschälseuche der Pferde herausgebracht. Die anzeigepflichtige Tierseuche wird durch einen einzelligen Parasiten Trypanosoma equiperdum hervorgerufen und wird ausschließlich beim Deckakt übertragen. Deutschland ist seit vielen Jahrzehnten frei von der Erkrankung, die sich in Fieber, Ödemen an den Genitalien, dem Euter und der Haut äußert. Bewegungsstörungen durch Nervenlähmungen sowie Abmagerung können ebenfalls auftreten. In Süd(ost)Europa, Teilen des Nahen und Mittleren Ostens, Afrikas, Südamerikas und Asiens kommt die Seuche vermutlich vor. Pferde und Equiden sind typischer Weise empfänglich, Hunde und Labornager konnten infiziert werden. Das Krankheitsbild variiert stark zwischen tödlichem und latentem Verlauf.
FLI Steckbrief
17.09.2019
Im Zeitraum vom 6. bis 12. September 2019 wurden in der EU insgesamt 42 neue Fälle von Infektionen mit dem West-Nil-Virus (WNV) beim Menschen und 9 bei Pferden registriert. Wie das European Centre for Disease Control and Prevention (ECDC) mitteilt, wurden mit 15 Fällen in Griechenland die meisten Fälle beim Menschen nachgewiesen. In Italien wurden zehn, in Rumänien acht, in Ungarn vier, in Österreich und Zypern jeweils zwei Fälle sowie ein Fall in der Slovakei nachgewiesen. Bei Pferden wurden drei Fälle in Deutschland sowie jeweils zwei Fälle in Österreich und Frankreich festgestellt. In Ungarn und Italien wurde jeweils ein Fall registriert. Insgesamt wurden in der EU in dieser "Saison" bereits 268 Fälle beim Menschen und 26 Fälle des WNV bei Pferden nachgewiesen. Nachdem das Virus vermehrt bei Pferden und Vögeln in Deutschland gefunden worden ist, hatte das Friedrich-Loeffler- Institut (FLI) Pferdehalter in den betroffenen Regionen dazu aufgerufen, ihre Tiere gegen das WNV impfen zu lassen.
ECDC
10.09.2019
In Österreich ist das West-Nile-Virus bei zwei Pferden nachgewiesen worden, wie die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) mitteilt. Die Pferde stammen aus zwei unterschiedlichen Betrieben. Ein Pferd wurde in einem Betrieb in Wien gehalten, in dem insgesamt 38 Pferde stehen. Das zweite Pferd stammt aus Niederösterreich. In dem betroffenen Bestand werden insgesamt 10 Tiere gehalten.
OIE
03.09.2019
In diesem Jahr gibt es nach Angaben des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) in Deutschland seit Anfang Juli 13 amtlich bestätigte Fälle des West-Nil-Virus bei Tieren. 12 der Fälle traten bei verschiedenen Vogelarten und einer bei einem Pony auf. Die Fälle bei Vögeln wurden in Berlin, Sachsen und Sachsen-Anhalt nachgewiesen. Das betroffene Pony war in Sachsen beheimatet. Am FLI geht man davon aus, dass das Virus, welches im vergangenen Jahr in Deutschland erstmals bei einem Bartkauz in Sachsen-Anhalt nachgewiesen wurde, in Stechwinter in Deutschland überwintern konnte. Die Ständige Impfkommission Veterinärmedizin (STIKo Vet) empfiehlt in ihrer Stellungnahme vom Oktober 2018, in betroffenen Gebieten Pferde gegen WNV zu impfen, insbesondere zu Beginn der Mückensaison.
FLI Stellungnahme der StIKo Vet
23.08.2019
Nachdem im Juli die ersten Fälle des West-Nil- Virus in diesem Jahr in Deutschland gemeldet worden waren, sind jetzt weitere Fälle in Sachsen und Berlin aufgetreten. Wie die Weltorganisation für Tiergesundheit mitteilt, wurde das Virus bei jeweils einer Kohlmeise in Radebeul und Leipzig nachgewiesen. Zudem wurde das Virus bei Eulen in Berlin identifiziert, wie das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) im TierSeuchenInformationsSystem (TSIS) mitteilt. Der erste Nachweis in diesem Jahr in Deutschland war im Juli in Sachsen-Anhalt erfolgt. Am FLI geht man davon aus, dass das Virus in Deutschland überwintert hat, da es im Juli bei einer Schneeeule und einem Pferd nachgewiesen worden war.
TSIS OIE