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Chlamydiose

Die Chlamydiose der Katze wird durch Chlamydophila felis, einem weit verbreiteten, intrazellulär lebenden Bakterium verursacht. Bei der Katze äußert sich eine Erkrankung vor allem durch eine anfänglich meist einseitige Bindehautentzündung (Selbitz 2006). Aber auch die oberen Atemwege sind in das Infektionsgeschehen einbezogen (Helps et al. 2005, Selbitz 2006), da Chlamydieninfektionen dem Komplex des Katzenschnupfens zuzuordnen sind (Selbitz 2006). Bei etwa 30 Prozent der an Bindehautentzündung leidenden Katzen kann C. felis isoliert werden (Helps et al. 2005). Es können Katzen jeden Alters betroffen sein, hauptsächlich jedoch Kätzchen zwischen 5 und 16 Wochen (Weiss 2006). Da es sich bei der Chlamydiose der Katze um eine Zoonose handelt, kann auch der Mensch erkranken (Selbitz 2006). Die Infektion erfolgt durch direkten Kontakt infizierter Tiere über erregerhaltiges Konjunktival- und Nasensekret, so dass Chlamydieninfektionen auch hauptsächlich dort beobachtet werden, wo viele Tiere auf engem Raum leben.

Auch neugeborene Katzen können unmittelbar nach dem Öffnen der Augen die typischen Symptome entwickeln, was auf eine Erregerübertragung während der Geburt hindeutet (Weiss 2006).

Die Inkubationszeit beträgt drei bis zehn Tage. Die ersten Symptome einer Infektion sind ein- oder beidseitig tränende Augen, gelegentlich begleitet von einer Entzündung der Nasen- und Rachenschleimhaut (Weiss 2006). Die Tiere halten die Augen dann meist geschlossen. Im weiteren Verlauf wird aus dem anfänglich wässrigen weißlich oder gelblicher Augenausfluss, der auf eine eitrige Bindehautentzündung in Verbindung mit einer sekundär bakteriellen Besiedelung hindeutet. Außerdem können die Tiere vermehrt niesen, mildes Fieber haben und lethargisch sein. In schweren Fällen bzw. im weiteren Verlauf kann es zu einer massiven Hyperämie der Lidbindehäute und Anschwellen der Lymphfollikel der Nickhaut kommen (Weiss 2006).

Unbehandelt bleiben die Symptome über längere Zeit, bis zu sechs Wochen bestehen, bevor es zu einer Abheilung kommt. In Katzenkolonien kann die Infektion endemisch werden und es sind dann über Monate hinweg immer wieder Fälle Chlamydien-bedingter Konjunktivitis zu beobachten (Weiss 2006).

In Deutschland sind verschiedene Kombinationsimpfstoffe erhältlich, die auch gegen C. felis schützen.