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Tetanus (Wundstarrkrampf)

Tetanus ist eine akute, teils subakute schwere und anzeigepflichtige Infektionskrankheit, die durch das von Clostridium (Cl.) tetani gebildete Exotoxin Tetanospasmin hervorgerufen wird. Cl. tetani gelangt meist als Spore über mit Fäzes, Stallmist oder Erde verunreinigte Wunden mit anaeroben Milieu in den Körper.

Die Sporen von Cl. tetani bleiben in der Umwelt über Jahre infektiös. Die Keimvermehrung erfolgt lokal, dabei werden Exotoxine abgegeben. Das Tetanospasmin bindet sich dann an die Nervenzellen und wandert in die graue Rückenmarkssubstanz ein. Dort verhindert es die Weiterleitung von Reizen. Es kommt zu peripheren tonischen Muskelspasmen durch eine Lähmung der Streckmuskeln. Die Tiere zeigen anfänglich eine Steifheit in der Hinterhand und einen gestelzten und unsicheren Gang. Im Stehen ist die Sägebock-Stellung typisch. Die Tiere verschlucken sich häufig oder würgen ihr Futter wieder hervor. Hierbei besteht die Gefahr des Erstickens. Durch die Bindung des Tetanospasmins an Ganglien im Gehirn kommt es zu Spasmen der Gesichtsmuskulatur mit Stirnfaltenbildung. Dadurch bekommen die Tiere häufig einen verschlagenen Gesichtsausdruck (Suter und Hartmann 2006).

Die Krankheit kommt bei Hunden jedoch in der Regel selten vor. Eine Impfung wird daher nicht empfohlen. Es gibt einen für Hunde zugelassenen Toxoid-Impfstoff und ein Tetanus-Serum von der Firma Intervet.